Im Essener Stadtteil Katernberg ist es am frühen Dienstagmorgen zu einem Brand auf einem Schrottplatz an der Emscherstraße gekommen. Das Feuer löste einen umfangreichen Einsatz der Feuerwehr aus und führte zu Warnmeldungen in mehreren Ruhrgebietsstädten.
Kurz nach 6 Uhr aktivierte die Warn-App „Nina“ eine Gefahrenmeldung. Betroffen waren neben Essen auch Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund. Gewarnt wurde vor starker Rauchentwicklung, insbesondere in den nördlichen Essener Stadtteilen. Besonders betroffen waren Katernberg, Altenessen, Karnap und Schonnebeck.
Gegen 8 Uhr wurde die Warnung für Essen und Bochum wieder aufgehoben. Für Gelsenkirchen, Herne und Dortmund blieb sie zunächst bestehen. Nach bisherigen Angaben wurden keine Personen verletzt.
Feuerwehr Mit 70 Einsatzkräften Vor Ort
Wie Feuerwehrsprecher Christian Schmücker mitteilte, war die Feuerwehr mit rund 70 Einsatzkräften im Einsatz. Die erste Meldung über das Feuer ging bereits gegen 4.45 Uhr bei der Leitstelle ein.
Dank des schnellen Eingreifens konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Rauchentwicklung war dennoch erheblich, weshalb die Behörden vorsorglich Warnmeldungen herausgaben.
Dritter Großbrand Innerhalb Von Fünf Tagen
Der Brand in Katernberg ist bereits der dritte größere Feuerwehreinsatz im Essener Stadtgebiet innerhalb weniger Tage. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht, ist derzeit unklar.
Bereits am Freitagnachmittag hatte es in einem holzverarbeitenden Betrieb im Stadtteil Frillendorf gebrannt. Nur kurze Zeit später, in der Nacht zu Montag, kam es auf dem Gelände eines Kfz-Betriebs an der Alten Bottroper Straße in Bergeborbeck ebenfalls zu einem Feuer.
Die Häufung der Brände sorgt für Aufmerksamkeit, auch wenn bislang keine Verbindung zwischen den Ereignissen bestätigt wurde.
Brand An Gleicher Stelle Wie 2025
Bemerkenswert ist, dass das aktuelle Feuer exakt an jener Stelle ausbrach, an der es bereits vor knapp einem Jahr zu einem Großbrand gekommen war. In der Nacht zu Ostermontag 2025 hatte ein massiver Brand auf dem Schrottplatz gewütet.
Damals war die Feuerwehr rund 25 Stunden im Dauereinsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Eine gewaltige Rauchsäule war weithin sichtbar und sogar in benachbarten Städten deutlich zu erkennen.
Im Vergleich dazu fiel der aktuelle Brand deutlich kleiner aus, wie Feuerwehrsprecher Christian Schmücker erklärte. Der Betreiber des Schrottplatzes befand sich vor Ort, meldete den Brand umgehend und unterstützte die Einsatzkräfte aktiv. Mithilfe von Baggern wurde der Schrott auseinandergezogen, wodurch Glutnester schneller erreicht und gelöscht werden konnten.
Nach rund vier Stunden war das Feuer unter Kontrolle.
Schnelle Reaktion Verhindert Schlimmeres
Die zügige Alarmierung, das koordinierte Vorgehen der Feuerwehr sowie die Unterstützung durch den Betreiber trugen maßgeblich dazu bei, dass sich der Brand nicht weiter ausbreitete. Anders als beim Großbrand im Vorjahr blieb die Lage diesmal überschaubar.
Dennoch zeigte der Einsatz erneut, wie schnell sich Brände auf Recycling- oder Schrottplätzen entwickeln können – insbesondere durch leicht entzündliche Materialien und starke Rauchentwicklung.
Der erneute Brand auf dem Schrottplatz in Essen-Katernberg führte am Dienstagmorgen zu einem Großeinsatz der Feuerwehr und zu Warnmeldungen in mehreren Ruhrgebietsstädten. Dank des schnellen Eingreifens und der Unterstützung vor Ort konnte das Feuer innerhalb weniger Stunden unter Kontrolle gebracht werden.
Verletzte gab es nicht. Auffällig bleibt jedoch, dass es sich bereits um den dritten größeren Brand in Essen innerhalb weniger Tage handelt – und dass der aktuelle Vorfall an exakt derselben Stelle wie der Großbrand von Ostern 2025 ausbrach. Ob zwischen den Ereignissen ein Zusammenhang besteht, müssen weitere Untersuchungen klären.